Urheber

Alles nur geklaut: der virtuelle Fotograf Eduardo Martins – wie eine Kunstfigur jahrelang Bildagenturen und Medien täuschte

Es ist kaum zu glauben, aber wahr. Über Jahre hin konnte ein sich selbst erfundener Krisengebiet-Fotograf Medien und Bildagenturen täuschen, indem er Bilder realer Fotografen als seine Werke ausgegeben hat. Wie konnte er das durchziehen? Ein wenig Licht ins Dunkel…

Seine Reputation hat er sich in Social Media erschaffen: Post auf Instagram (bis zur Löschung über 120 000 Follower) und Facebook mit einem Profilbild, das vom Instagram-Account eines britischen Surfers stammt, der in Spanien lebt.

Seinen „Content“ hat er sich mit Bildern anderer Fotografen geschaffen: gespiegelt, leicht verändert sind diese durch die Suchmaschinen gerutscht.

In der vor-digitalen Zeit gab es das auch: Anmaßung von Urheberschaft. Dies war aber recht kostenaufwändig: man musste vom Original eine gute Kopie herstellen lassen, …

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CC-Lizenzen – Bilder, die nichts kosten?

Es ist ein charmanter Ansatz: digitales Wissen soll offen für alle verfügbar sein. CC wird häufig als Selbstbedienung für „umsonst„ missverstanden. Dem ist nicht so und man sollte bei kommerzieller Nutzung ganz genau hinschauen.

Lawrence Lessig gründete mit anderen Netzaktivisten 2001 die gemeinnützige Organisation  „Creative Commons“ als Entsprechung von „open-content“ zu „open-source – software“. Creative Commons wollte den Urhebern und Nutzern verschiedene Lizenzen in einem einfachen Baukastenmodell zur Verfügung stellen, ausgerichtet am „Fair-Use“ – Gedanken im angelsächsischem Recht. Diesen gibt es so im europäischem Recht nicht. Die „freien“ Nutzungsarten des Creative Commons existieren allerdings im Prinzip bei uns auch: als „Schranken des Urheberechts“. Kunst, Forschung, Wissenschaft, sogar die Öffentlichkeit und Privatpersonen können in bestimmten Fällen Bilder, …

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So manch einer blickt mit nostalgischen Gefühlen zurück auf eine Zeit, in der man von Bildern und Filmen sprach – und nicht von visuellem Content. Auf eine Zeit, der analogen Bildwelten, wo alles überschaubarer, einfacher und gerechter erschien. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Und deshalb ist es an der Zeit für „Bildgerecht“.

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