Alles nur geklaut: der virtuelle Fotograf Eduardo Martins – wie eine Kunstfigur jahrelang Bildagenturen und Medien täuschte

Es ist kaum zu glauben, aber wahr. Über Jahre hin konnte ein sich selbst erfundener Krisengebiet-Fotograf Medien und Bildagenturen täuschen, indem er Bilder realer Fotografen als seine Werke ausgegeben hat. Wie konnte er das durchziehen? Ein wenig Licht ins Dunkel…

Seine Reputation hat er sich in Social Media erschaffen: Post auf Instagram (bis zur Löschung über 120 000 Follower) und Facebook mit einem Profilbild, das vom Instagram-Account eines britischen Surfers stammt, der in Spanien lebt.

Seinen „Content“ hat er sich mit Bildern anderer Fotografen geschaffen: gespiegelt, leicht verändert sind diese durch die Suchmaschinen gerutscht.

In der vor-digitalen Zeit gab es das auch: Anmaßung von Urheberschaft. Dies war aber recht kostenaufwändig: man musste vom Original eine gute Kopie herstellen lassen, …

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Kostenfreie Bilder: eine Never-Ending Story

Fotograf erhält 2500.- Euro Honorar für gewerbliche Nutzung eines scheinbar kostenfreien Bilds - was ist mit der Rechtekette?

Das Thema scheint endlos – schon wieder geht es um kostenfreie Bilder. Diesmal um Schadensersatz an den Fotografen bei gewerblicher Nutzung von Bildern, die auf Plattformen und durch mannigfache Empfehlungen auf allen möglichen Websites, in Blogs als kostenfrei beworben werden.

Es geht durch die Medien: Fotorecht: 2.500 EUR Schadensersatz für Stockfotograf erzielt

Was soll man von einer solchen Meldung halten? Was sagt das über den Bildermarkt aus?

Schon die Schlagzeile ist irreführend.   …

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Bildrecht Kommentieren 21. September 2017

Hochwertige kostenlose Bilder – was ist da dran?

viele offene Fragen...Die Aufforderung zur Diskussion um das „gute Bild“ und die Kosten dafür

Es erstaunt mich jedesmal wieder, wenn ich bei Recherchen auf „kostenfreie Bilder“ stosse, besonders bei Empfehlungen durch Websites, die eigentlich eine gute Reputation haben, zu deren Grundssätzen  z.B. die Orientierung bei der digitalen Transformation zählt.

Digitale Transformation heisst, das Unternehmen, seine Idee, seine Leistungen und im Idealfall die Einzigartigkeit des Unternehmens  im Internet zu so gut wie möglich zu präsentieren und damit über das Internet für Umsätze zu sorgen. So weit, so gut. …

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Bildrecht Kommentieren 21. August 2017

Promis in der Werbung – was geht und was nicht

Ein Balanceakt, bei dem ohne Abwägung viel schief gehen kann

Man stelle sich vor: eine Steinmeier-Karikatur in einer Burger-Werbung, das Staatsoberhaupt als Eyecatcher für Werbemaßnahmen einer Klopsebraterei…

So geschehen in Belgien, wo Burger King eine stark stilisierte Zeichnung von König Philippe in ihre Werbung eingebunden hat. Die belgischen Royals waren nicht einverstanden, dass ein Abbild von König Philippe zu kommerziellen Zwecken genutzt wird. Hier der Stein des Anstosses:

Inzwischen ist die Werbung/ die Website vom Netz: http://whoistheking.be/?lang=nl Ein Lob an die Agentur von Burger-King: das Ganze wurde sehr charmant gelöst. …

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Bildrecht Kommentieren 17. Juli 2017

Visueller Content, Bilder umsonst – nicht so einfach wie es aussieht Teil2

Bilder aus "open content" lizenzpflicht anzubieten, ist ein neues Geschäftsmodell bei Getty Images, Alamy und anderen, das bei uns so nicht funktioniert

In Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin und Fachanwältin  Silke Kirberg.

Getty Images und Alamy u.a. boten Bilder an, die z.B. der Library of Congress zur Verfügung gestellt und dort kostenlos und „lizenzfrei“ von jedermann heruntergeladen werden durften, um sie ihren Kunden gegen Zahlung von Lizenzhonoraren anzubieten und um Nutzer, die die Bilder nicht bei ihnen erworben haben, aufzufordern, Lizenzen einzuholen und Honorare zu zahlen. Pikanterweise zählte dazu auch die Fotografin Carol M. …

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Bildrecht Kommentieren 30. Mai 2017

Visueller Content, Bilder umsonst – nicht so einfach wie es aussieht

Im Internet finden sich immer wieder Bilder/Videos, die angeblich frei sind. Bei kommerzieller Nutzung muss der Begriff "frei" unbedingt hinterfragt werden. Was ist "Fair use" oder "public domain" nach deutschem Recht?/ Teil 1: Vorlagen aus dem Internet

In Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin  Silke Kirberg wird geklärt: sind „Fair Use“ und „public domain“ Geschäftsmodelle, die auch bei uns greifen? Beide Begriffe, die aus dem angelsächsischem Rechtsraum stammen, werden oft mit dem hier gültigem „gemeinfrei“ gleichgesetzt. Das trifft so nicht zu und führt immer wieder zu Missverständnissen.

US-amerikanische Künstler wie Richard Price, aber auch Bildagenturen wie Getty Images und die britische Fotoagentur Alamy haben das „Fair Use“-Prinzip bzw. die „public domain“ als Geschäftsmodell entdeckt. …

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Bildrecht Kommentieren 21. April 2017