Der Wert des Bildes oder das angemessenes Honorar und Wertschöpfung: der wirtschaftliche Nutzen für den Nutzer

Lizenzanalogie: dieser Begriff bestimmt vorgerichtliche Verfahren und gerichtliche Verfahren, Vergleiche und Urteile, wenn es um unerlaubte Nutzungen von Bildern geht. Ein Beschluss des OLG Frankfurt am Main bezieht die wirtschaftliche Intention des Nutzers mit in die Bewertung ein.

Der erste Schritt bei festgestellter Urheberrechtsverletzung ist über Abmahnung und einstweilen Rechtsschutz /Eilverfahren die Beseitung und strafbewährte Unterlassung der Veröffentlichung  sowie die Feststellung des „Geschäftswerts“ der Verletzung, die Fotograf*inn*en üblicherweise aus dem von ihnen entgangenen Honorar angeben, ist die Abmahnung gemäß UrhG §97 ff.

Viele Fotograf*inn*en mussten sich in den letzten Jahren in solchen Auseinandersetzungen damit beschäftigen, ihre Honorare gegenüber scheinbar marktüblichen wie Mikrostock, Abomodellen oder gar kostenfreien Angeboten zu rechtfertigen. …

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… ich seh’ die Welt, widewide wie sie mir gefällt … Über die Authentizität der Fotografie, Teil 4

Ein digitales Bild kann auf vielfältige Weise entstehen. Es kann reine, unbearbeitete Fotografie sein. Es kann sich aber auch um eine komplett am Rechner entstandene foto-realistische Illustration handeln. Und so ziemlich alles dazwischen.
© Hans-Georg Merkel für EGGER & Cie

Etwas Virtuelles existiert nicht in der Wirklichkeit, erscheint aber echt. Nehmen wir ein Beispiel für ein durchaus denkbares Bild: Ein im Rechner erzeugter Geländewagen wirbelt den im Rechner generierten Staub einer im Rechner erzeugten Landschaft auf. Und alles wirkt auf die Betrachter echt, weil das Bild durch den Look vorgibt, eine Fotografie zu sein. Oder anders ausgedrückt, es erscheint authentisch, da durch die Erfahrung des Betrachters eine Fotografie mit dem Abbild der erlebbaren Wirklichkeit gleichgesetzt wird. …

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Bildrecht Kommentieren 25. Mai 2020

„Alles, was du dir vorstellen kannst, ist echt.“ Zwei weiße Golfbälle oder: über die Authentizität der Fotografie, Teil 3

Die Fotografie hat seit ihrer Erfindung maßgeblich dazu beigetragen, dass die Menschen sich das Bild einer Welt machen konnten, die sie persönlich bisher nicht gesehen haben. Aber es ist eben nur ein Bild. Und wie wahr ist dieses Bild tatsächlich?

Echtheit, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, Wahrheit, Zuverlässigkeit, Authentizität oder ist jede Fotografie Fake? Unser Vertrauen in das Medium fotografisches Bild und warum wir fotografische Bilder fast immer für „echt“ halten.

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Silberstreif am Horizont © Sabine Pallaske Fotografie

Bei Fotograf*inn*en und Grafiker*inn*en ist der Anteil der Solo-Selbstständigen mit fast 90% sehr hoch. Auch bei Artdirektor*inn*en und Artuyer*inne*n dürften inzwischen Freelancer*innen, die ohne Angestellte arbeiten, überwiegen. Fast allen aus der Kreativ-Branche sind spätestens seit Ende Anfang März die Jobs wegen der Corona-Krise abgesagt worden, die aktuellen Einnahmen tendieren gegen Null. Bei vielen macht sich schiere Existenzangst breit. Sie sind damit Adressaten des „Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer“, das am 27.03.2020 durch den Bundesrat bestätigt wurde

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Bildrecht Kommentieren 27. März 2020

Auf jeden Fall kann Ihr Kind gegen eine Veröffentlichung vorgehen, sobald es 18 Jahre alt ist. Das ach so süße Kinderbild, mit dem sich Ihr Teenager so gar nicht identifizieren kann, von Facebook, Instagram, YouTube wo auch immer, zu löschen: viel Spaß.

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